Alter Ego Raubkopie

Ein multimediales Puppenspiel in drei Räumen

Von Helgard Haug / Stefan Kaegi

Lassen sich Marionetten als direkte Vorgänger von künstlichen Intelligenzen verstehen? 
Wo verläuft die Grenze zwischen den sichtbaren Fäden des Ur-Avatars Puppe und den Algorithmen eines automatischen, vielleicht sogar selbstlernenden Systems?

Alter Ego ist eine immersive und multimediale Installation, entstanden für die erste Jahresausstellung der Puppentheatersammlung an ihrem neuen Standort im Kraftwerk Mitte in Dresden. Das Publikum durchläuft dabei einen Parcours aus mehreren Räumen und gerät in den Bann einer automatisierten Inszenierung, in der das Puppentheater als Metapher für eine digitale Welt voller unsichtbarer Fäden begriffen wird.
Der Mythos der autonomen Puppe, die gegen ihren Schöpfer und Spieler rebelliert, lässt sich durch die Geschichte des Puppentheaters verfolgen. Empathie und Spiegelneuronen haben Puppen in unserer Wahrnehmung immer wieder zu eigenständigen Identitäten emanzipiert. Diese Bewegung setzt sich in der virtuellen Repräsentationsbühne der digitalen Bilderproduktion nahtlos fort und bekommt hier eine neue politische Brisanz.

Konzept / Text / Regie: Helgard Haug, Stefan Kaegi 
Szenografie: Evi Bauer 
Dramaturgie: Imanuel Schipper
Sound Design: Daniel Wetzel 
Video Design: Juan Pablo Gaviria Bedoya  
Licht Design: Robert Läßig 
Programmierung Deep Fake: Victor Victor
Konstruktion / Bau Roboterarm: Ingo Mewes
Programmierung Roboterarm: Julian Jungel 
Marionettenbau: Christian Werdin 
Einstudieren Bewegungsabläufe Marionette: Studierende der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch (Annika Schaper, Almut Schäfer-Kubelka, Tanja Linnekogel, Robert Richter, Sven Tillmann)
Synchronstimme Marionette: Benno Lehmann
Technische Leitung: Robert Läßig
Technische Planung: Agentur kursiv
Produktionsleitung: Juliane Männel (Vera Nau), Monica Ferrari 
Mitarbeit Szenografie: Josefine Ketelsen

 

Eine Produktion von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Rimini Apparat.
In Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Abteilung Zeitgenössische Puppenspielkunst.
 

Mit herzlichen Dank an: Dr Matthew McGinity, Immersive Experience Lab, Technische Universität Dresden, Bernd Lintermann, ZKM Karlsruhe