Remote X

Von Stefan Kaegi, Jörg Karrenbauer

In Remote X bricht eine Gruppe von 50 Menschen, ausgestattet mit Kopfhörern, in die Stadt auf. Geleitet werden sie von einer künstlichen Stimme, wie man sie von Navigationssystemen kennt. Die Begegnung mit der Künstlichen Intelligenz verleitet die Gruppe zum Selbstversuch. Wie können wir gemeinsam Entscheidungen treffen? Wem folgen wir, wenn wir uns von einem Computerprogramm leiten lassen? 

50 Menschen beobachten sich gegenseitig, treffen individuelle Entscheidungen und sind doch immer Teil einer Gruppe. Während die Künstliche Intelligenz menschliches Verhalten aus der Distanz beobachtet, wird die Stimme mit jedem Schritt vertrauter. Unterwegs vertonen Kunstkopf-Aufnahmen und filmische Kompositionen die urbane Landschaft. Die Reise durch die Stadt fühlt sich mehr und mehr an wie ein kollektiver Film. 

Remote X stellt die Frage nach künstlicher Intelligenz, Big Data und unserer eigenen Vorhersagbarkeit. Das Projekt bewegt sich als mobiles Forschungslabor von Stadt zu Stadt. Dabei baut jede neue ortsspezifische Version auf der Dramaturgie der Vor-Stadt auf und schreibt das Stück so immer weiter.

 

 

Konzept, Script und Regie: Stefan Kaegi
Script und Regie vor Ort: Jörg Karrenbauer
Sound Design Konzept: Nikolas Neecke
Sound Design vor Ort: Nikolas Neecke, Ilona Marti, Ekaterina Reshetnikova, Peter Breitenbach
Dramaturgie: Aljoscha Begrich, Juliane Männel
Produktionsleitung: Caroline Gentz

„Remote X“ ist eine Produktion von Rimini Apparat in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Maria Matos Teatro Municipal und dem Goethe-Institut Portugal, Festival Theaterformen Hannover/Braunschweig, Festival d’Avignon, Zürcher Theater Spektakel, Kaserne Basel.

Die Produktion wird gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und unterstützt von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. „Remote X“ entsteht in Koproduktion mit House on Fire und mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union.