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Helgard Haug

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(*1969) hat am Giessener Institut für Angewandte Theaterwissenschaft studiert und arbeitet allein und gemeinsam mit Daniel Wetzel und Stefan Kaegi unter dem Label Rimini Protokoll. Sie gelten als die „Protagonisten und Begründer eines neuen Reality Trends auf den Bühnen“ (Theater der Zeit), der die junge Theaterszene geprägt hat. Die Arbeiten finden in der Grauzone zwischen Realität und Fiktion statt und haben international Aufmerksamkeit erregt. Seit 2000 entwickeln sie auf der Bühne und im Stadtraum ihr Experten-Theater, das nicht Laien sondern Experten der Wirklichkeit ins Zentrum stellt. Seit 2004 ist Helgard Haug artist in residence im Hebbel am Ufer (HAU) Berlin. – Von diesen Stücken wurde Shooting Bourbaki (Haug/Kaegi/Wetzel) 2003 mit dem NRW-Impulse-Preis ausgezeichnet, (im Jahrbuch der Zeitschrift Theater heute 2003 wurden Haug/Kaegi/Wetzel als Nachwuchsregisseure des Jahres gekürt.) Deadline (Haug/Kaegi/Wetzel) 2004 zum Berliner Theatertreffen eingeladen, Schwarzenbergplatz (Haug/Kaegi/Wetzel) 2005 für den Österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert und Wallenstein – eine dokumentarische Inszenierung (Haug/Wetzel) zum Theatertreffen 2006 eingeladen. Ihr Stück „Karl Marx: Das Kapital. Erster Band“ (Haug/Wetzel) wurde mit dem Mülheimer Dramatiker Preis 2007 ausgezeichnet. Im November 2007 erhalten sie den FAUST und 2008 wird Rimini Protokoll mit dem Europäischen Theaterpreis in Thessaloniki ausgezeichnet. 2008 erhielten Haug/Wetzel den Hörspielpreis der Kriegsblinden für Karl Marx: Das Kapital, Erster Band (nominiert war ebenfalls Peymannbeschimpfung)
2011 wurde das Gesamtwerk von Rimini Protokoll mit dem Silbernen Löwe der 41. Theaterbiennale Venedig ausgezeichnet.

Helgard Haug lebt in Berlin, wo Rimini Protokoll seit 2003 Artist-in-Residence im HAU von Matthias Lilienthal ist. www.hebbel-am-ufer.de

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